Sabine Schellhorns umfangreichstes Kunst-Projekt sind die »Siegel«. Unter dem Motto »Siegel für Orte - Orte für Siegel« entwickelt sie Konzepte für Räume und Anlässe. Die Ortsbezogenheit und die Einbeziehung des Bodens und der Decke als Präsentationsfläche werden für die Arbeiten immer bedeutender.

Es kristallisiert sich eine spezielle Arbeitsweise heraus, die man mit dem Begriff »haptische Zeichnung« betiteln kann. Der Einsatz künstlerisch primär untypischer Materialien und Techniken (z.B. SalzZeichnung, Kunstrasen-Schnitt, Häkelfeld, FiletStickerei) ist ein weiteres Merkmal.
   



Die Saison geht weiter:17 Künstlerinnen und 17 Autorinnen stellen zu den 17 Heimspielen von Werder Bremen aus. Eröffnung 30.5. um 19 Uhr.
Sabine Schellhorn und ihre Autoren-Partnerin Inge Buck installieren in Symmetrie Spielfeld und Textfeld zum 1:1 des 19. Spieltags. Sabine Schellhorn setzt das Siegel des Spieltags (28. Jan) auf die Linierung des Platzes und doppelt es an der Spielfeldmitte. Darüber werden Netzstickereien mit den Geburtstags-Siegeln der Torschützen und das spiegelsymmetrische Acrylglas-Textfeld von Inge Buck hängen, das auch als Sprachcollage zu hören ist. >>>

 

»Spielfeld-Siegel« | 2012 | Siegel 28. Jan. gedoppelt | Teppichschnitt | 260 x 170 cm

   
       
   



Das Diözesanmuseum stellt unterschiedliche zeitgenössische Ansichten und künstlerische Positionen zum Ursymbol Kreuz gegenüber >>>

Sabine Schellhorn zeigt u.a. ihren Film »Licht_Kreuz_Siegel«.
Die ausnahmslos gleichschenkligen KreuzSiegel und der Einsatz von Lichtelementen betonen die Aspekte von Zentriertheit und Erlösung, die Aufhebung der Erdenschwere.

 


 
»Licht_Kreuz_Siegei« | 2011 | Erscheinungsform 12 aus 42 | Film | größenvariabel |
   
       
   



Während der Eröffnung hat Frank-M. Fischer einen Film erstellt, den Sie hier sehen können >>>

 

A. Schw. »Knäuel, gr.« 2011 | »Haufen 1« 2010 | Papierguss, Pigment | je 98x128 cm|
S. Sch. »Siegel 28 als Knäuel« | 2011 | Teppichschnitt, variabel | 100x105 cm|

   
       
   



Die TagesSiegel des Eröffnungs- und Abschlusstags der Ausstellung wurden in überdimensionaler Filetstickerei auf der Künstlerplattform präsentiert.
Zum Ausstellungskonzept T[raum]a wurde die ambivalente Funktion des Netzes im Raum thematisiert:
Siegel im Netz [auf]gefangen

 
SIEGEL im Netz 1 und 2 | 2011 | Filetstickerei | je 300  x 200 cm
   
       
   

Die Ausstellung zeigte spätmoderne bis aktuelle künstlerische Positionen. >>>

12 neue KreuzSiegel wurden in Schichtungen aus Lichtspeicherpapier-Schnitten und als Projektion von LichtKreuzSiegeln in 42 Erscheinungsformen präsentiert.
 
KreuzSIEGEL_Schichtung 1 | 2011 | Lichtspeicherpapier-Schnitt | 30 x 30 cm
   
       
   



Die Große Kunstausstellung 2010 lief unter dem Motto Im Haus. Zwei Bodenarbeiten aus der Familie der HerzSiegel waren in München zu sehen: Kunst-Rasen-Im-Haus.
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SIEGEL Rotationsherz 2 | 2010 | Kunstrasenschnitt | 300  x 300 cm
   
       
  salzsiegel  



Die TagesSiegel aus 365+1 Siegel wurden im Kontext des trauerraums zu Lebenszeichen, die das Leben von Personen auf dieser Erde umrahmen. Speziell für den trauerraum entstand zu diesem Anlass eine Installation aus Siegel-Zeichnungen im Raum. >>>

 

 
Siegel Nr. 323 | 2010 | Salzstreuung | 330 x 200 cm
   
 
   
   



In Korrespondenz mit den Räumen des Industriemuseums entstand die Familie der HerzSiegel, bestehend aus einer großen Bodenarbeit und einem Dutzend Wandarbeiten.
Herz-Stücke der Bodenfliesen dienten als Inspiration, die Ornamentik des Bodens st zu neuen Mustern geordnet, in Kunst-Rasen geschnitten.
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Herzschacht - Familie HerzSiegel | 2010 | Kunstrasenschnitt | 50 x 50 cm
   
       
   

Bundesweit wurde 2008 von der Gruppe KunstHalle das Projekt KunstOrt Garten ausgeschrieben. Ausgewählte Arbeiten waren auf dem Wiesengelände an und in der Alten Lederfabrik zu sehen.

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Dort wurde das Häkelfeld Siegel 9 verortet. Die offenen Häkelfelder waren durchlässig für Licht und den sprießenden Rasen. Die Filethäkelei steht in Korrespondenz zur digitalen Welt. Das Rasterfeld – Filetfeld ist gefüllt oder nicht gefüllt, es heißt hier: Häkeln statt pixeln!
 
Häkelfeld Siegel Nr. 9 | 2008 | Fischernetzgarn | 200 x 300 cm | 17 kg
   
       
   



Die erste große Einzelausstellung mit dem Siegel-Projekt fand 2000 in Bremen im Atelierhof statt.
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Zu der Ausstellung erschien der Katalog SIEGEL, Herausgeber: Institut für Lippische Landeskunde. Im Lipper Land in der Stadt Schieder-Schwalenberg verbrachte Sabine Schellhorn 1997 das Künstlerhaus-Stipendium, welchem sie u.a. die intensive Arbeit am Siegelprojekt verdankt!

 
Siegelraum | 2000 | 9 Papierobjekte | Rauminstallation